Es ist eine völlig falsche Meinung, dass alle jungen Wildtiere, die irgendwo sitzen "GERETTET"  werden müssen. Man tut den Tieren damit überhaupt nichts Gutes. Alle seriösen Aufzuchtstationen gehen immer wieder über mit Jungtieren aus gut gemeinten Rettungsaktionen.

 

Kleine Feldhasen, Rehkitze, Eichkatzerln:  Bitte NIEMALS ANGREIFEN !!!

Wenn Sie unsicher sind, ob Gefahr für die Kleinen besteht, rufen Sie bei uns an. Wir helfen Ihnen gerne nach Schilderung der Situation, die richtige Entscheidung zu treffen.

Wenn Sie die Kleinen angegriffen haben, müssen sie von Hand aufgezogen werden, was sehr, sehr schwierig ist. Abgesehen von dem enormen, und meist UNNÖTIG VERURSACHTEN damit verbundenen Aufwand haben die Babys in Menschenhand viel schlechtere Chancen!


Deshalb bitte nur im ABSOLUTEN NOTFALL die Tiere angreifen!!!!!!

 

TIERSCHUTZ HEISST IN DIESEM FALL,
DIE TIERE IN RUHE LASSEN !!

 


Immer sind folgende Fälle Ausnahmen und das Tier muss sofort geborgen werden:

1. Das Tier ist verletzt, entkräftet, hat Krankheitsanzeichen (extremer Parasitenbefall, Fliegeneier)
2. Das Tier wurde von einer Katze/einem Hund gebracht
3. Der Vogel wurde gesehen, wie er gegen eine Scheibe flog oder sitzt benommen darunter
4. Das Vogerl ist völlig bis fast nackt, eventuell noch blind (Nestling)
5. Das Eichkatzerl ist noch nackt und blind



Bedenken Sie die Entwicklungsstadien:

I. Feldhase:

Die Mutterhäsin legt ihre Jungen in eine Ackerfurche, Grasmulde o.ä. Sie kommt ein- bis maximal zweimal NACHTS (nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang) vorbei, um die Jungen zu säugen. Daher wird die Mutterhäsin nie bei den Jungen gesehen! In der Zwischenzeit drücken sich die Häschen ängstlich in die Mulde um ja nicht entdeckt zu werden.
SIE SIND NICHT VERLASSEN!!!!!  Gehen Sie bitte einfach weiter!


So helfen Sie den jungen Hasen wirklich und sinnvoll:

1. NICHT ANGREIFEN !!!

2. HUNDE IM FRÜHJAHR AUF FELDERN, AM WALDRAND UND IM WALD NICHT FREI 
     LAUFEN LASSEN !!!!!

 
3. FAHREN SIE VORSICHTIG UM DIE MUTTERHÄSIN IN DER DÄMMERUNG NICHT ZU
     ÜBERFAHREN !!!!!!!!



II. Vögel:

1. Eier: werden im Nest kaum bemerkt
2. Junge, die im Nest sitzen/liegen (ca. 10 - 20 Tage) und noch nackt bzw. fast nackt sind.
    Man nennt sie daher NESTLINGE.

3. Fast erwachsene Junge, die schon zu groß für das Nest sind und dort keinen Platz mehr haben.
    Sie haben schon einen kurzen Schwanz, können aufrecht sitzen und sind mehr oder weniger
voll
    befiedert. Sie können schon greifen und auf einem Ast sitzen.
    Man nennt sie ÄSTLINGE.

 

Wenn Sie einen ÄSTLING auf der Erde sitzen sehen, der NICHT verletzt ist (nur halt ein bisserl "patschert"), nehmen Sie ihn vorsichtig und setzen Sie ihn auf den Finger. Vögel kann man angreifen, da die Vogeleltern den menschlichen Geruch nicht wahrnehmen und daher nicht abgeschreckt werden - im Gegensatz zu Säugetieren.
Kann er sich halbwegs halten, setzen Sie ihn bitte in dichtes Gebüsch, so weit oben wie Sie - ohne Leiter - hinreichen. NICHT ins Nest zurücksetzen!!! Das kann verbliebene Jungvögel zur Flucht veranlassen. Und dann sitzen alle herunten!!

 

Die Ästlingsphase, in der Sie die Jungvögel erwischen können, dauert maximal 2 Tage. Dann ist der Vogel genauso fit im Fliegen wie die Eltern und Sie würden ihn nicht mehr erwischen!

 

Niemand kann junge Wildtiere so gut aufziehen, wie die eigenen Eltern! Sie beschaffen das geeignetste Futter, helfen beim Selbständigwerden, zeigen den Jungen die Gefahren und wo Futter zu finden ist, was freßbar ist, etc.... Das alles ist bei einer Aufzucht durch Menschen nur teilweise möglich.

Zusätzlich besteht die Gefahr der Fehlprägung auf den Menschen. Ein Tier das wenig bis keine Scheu vor dem Menschen hat, ist ein Todeskandidat in der freien Wildbahn und unter Umständen auch für den Menschen gefährlich!


Wenn Sie nicht sicher sind, welche Hilfe notwendig ist, rufen Sie uns bitte an


BEVOR SIE DAS TIER ANGREIFEN!

Wir sind jederzeit erreichbar:
0676 740 40 60


Wir helfen Ihnen gerne, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Wenn wirklich menschliches Eingreifen erforderlich ist, übernehmen wir die Tiere selbstverständlich auch.

 

Für genaue Informationen zur Aufzucht und Artbestimmung von Jungvögeln an Hand zahlreicher Fotos können wir Ihnen folgende Seite empfehlen:

Banner der Wildvogelhilfe

 

 

Spezielle Seiten:

 

 

Apus apusDeutsche Gesellschaft für Mauersegler e.V.

 

 

Eichhörnchen Schutz e. V.

 

Wildtier Waisen



http://www.schwalbenschutz.de



http://www.hasenaufzucht.de

 


http://proigel.de